„Jedes Tal soll erhöht und jeder Berg und Hügel soll erniedrigt werden.“ - Wo wir heute untertage nach Salz graben, waren einst Meere, die austrockneten, als das Land sich anhob. Wir sind dem Wandel ausgesetzt, immer. Und um uns zu orientieren, müssen wir unterscheiden, welche Veränderungen unausweichlich sind und bei welchen wir wählen können, ob wir sie mittragen möchten. Dazu braucht es Nachdenken und Ruhe. Kirchen geben Raum dafür. Kunst auch. Daher verfolgt die Installation mit bewegten Objekten einen Dialog mit dem Raum. „Velut Luna“ (wie der Mond) heißen die vier schwach leuchtenden Papierballons, die im Zentrum der Installation „Flow“ stehen. Sie führen von Heißluft getrieben ein Bewegungsspiel auf, bei dem sie stetig auf und ab schweben. Und weil dabei jeder Ballon seinen eigenen Rhythmus verfolgt, verändert sich fortwährend das Gesamtbild. Die Aufstellung der vier Objekte erfolgt im Zentrum des Kirchenraumes, wird aber so ausgewählt, dass alle Ballons von einer Videoprojektion erfasst werden und folglich Schatten an die südliche (weiße) Wand des Kirchenraum werfen. Bewegte Bilder werden durchwirkt von bewegten Schatten und gleichzeitig streichen Fragmente der Bewegtbilder über die Oberflächen der Papierkugeln. Die Videoprojektion bestehen aus einer langen, in ruhigem Wechsel voranschreitenden Fotoserie von Augenpaaren: Man wird in den Blick genommen und blickt unwillkürlich zurück, denn man möchte den anderen Blick deuten. – Dazu wird es Musik von „leisem“ Charakter geben … .


  • Datum: 22.02.2024 18:00
  • Ort: Hl. Geist-Kirche, Hürther Str. 6, Köln (Karte)